Projekt 01 / In Entwicklung
Ghosttree
Die nächste Sitzung sollte nicht bei null anfangen.
Ghosttree ist ein gemeinsames Gedächtnis für KI-Coding-Agenten, das ihr selbst betreibt. Es nimmt Wissen und offene Arbeit von einer Sitzung in die nächste mit und gibt jedem Agenten, was er für das Projekt, den aktuellen Branch und seinen Rechner braucht.
Quellcode einsehbar, nicht Open Source · Vor Version 1.0 · Wird aus dem Quellcode gebaut
Quellcode & EinrichtungDer Code bleibt. Der Kontext geht verloren.
Der nächste Agent sieht den Code. Warum eine Datenbank gewählt wurde, welcher Ansatz schon gescheitert ist oder wo die letzte Sitzung aufgehört hat, weiß er oft nicht. Diesen Hintergrund immer neu zu erklären kostet Zeit. Verstreute Notizen machen ihn schwerer pflegbar.
Ghosttree gibt diesen Informationen einen Ort und eine Historie. Agenten können passenden Kontext abrufen, ihn korrigieren und der nächsten Sitzung einen konkreten Stand hinterlassen.
Eure Coding-Werkzeuge
- Claude Code
- Codex
- OpenCode
- Passender Kontext
- Aufträge & Nachweise
- Dateien & Dokumente
ctx ist das Kommandozeilenprogramm auf jedem Rechner. Darüber erreichen Agenten den Server, mit MCP-Werkzeugen und Hooks; Gesprächsverläufe werden aus Claude Code und Codex übernommen. Zusätzlich macht ein erzeugtes .ghosttree/-Verzeichnis Wissen, Dateibeschreibungen, Aufträge und Dokumente neben dem Code lesbar. Sitzungsverlauf und Analyse liegen auf dem Server.
Was mitkommt
Kontext mit Geltungsbereich
Ein Werkzeug auf einem bestimmten Rechner ist Maschinenwissen. Eine Architekturentscheidung gehört zum Projekt, ein vorläufiger Workaround vielleicht zu einem Branch. Allgemeines Wissen kann überall gelten. Ghosttree wählt den Kontext entlang dieser Achsen aus und berücksichtigt die erfasste Branch-Abstammung.
Entscheidungen und Fallstricke
Die Gründe für eine Entscheidung und bereits gescheiterte Ansätze festhalten. Nach Projekt, Branch oder Rechner wiederfinden.
Die Aufgabe einer Datei
Dateien und Verzeichnisse neben dem Quellcode beschreiben. Die Beschreibung hat eine eigene Historie und lässt sich mit dem Code weiterentwickeln.
Die Auftragsliste
Aufträge behalten ihre Abnahmekriterien, Abhängigkeiten und Nachweise. Sitzungen können bestehende Aufträge aufnehmen und bei einer Unterbrechung einen Übergabestand hinterlassen. Abschließen lässt sich ein Auftrag erst mit Nachweis und geklärten Kriterien.
Versionierte Dokumente
Spezifikationen und Pläne als lokale Markdown-Dateien bearbeiten und anschließend außerhalb von Git versionieren. Historie und Diffs halten Änderungen nachvollziehbar; gleichzeitige Bearbeitungen werden erkannt.
Der ursprüngliche Gesprächsverlauf
Gesprächsverläufe aus Claude Code und Codex werden schrittweise übernommen. So bleibt der ursprüngliche Wortlaut über Rechner und Coding-Werkzeuge hinweg durchsuchbar. Häufige Zugangsdatenmuster werden lokal geschwärzt; nach Verbindungsabbrüchen werden Übertragungen nachgeholt.
Aus einem beiläufigen Wunsch wird eine festgehaltene Anforderung.
Mitten in einer anderen Aufgabe fällt auf, dass ein Export fehlt. Danach geht das Gespräch weiter. Die optionale Analyse im Backend kann diesen Wunsch aus der Sitzung aufnehmen und in die Auftragsliste übertragen, mit Verweis auf die Stelle, an der er geäußert wurde.
Die Wünsche herauslesen
Der Anforderungslauf liest Nutzernachrichten und gleicht sie mit den vorhandenen Aufträgen ab. Seine Extraktionsregeln schließen Vorschläge des Agenten und reine Arbeitsanweisungen für die laufende Aufgabe aus.
Den Ursprung festhalten
Jede extrahierte Anforderung muss eine Passage aus ihrer Sitzung zitieren. Wiederholte Wünsche lassen sich einem vorhandenen Eintrag zuordnen. Neue Einträge bleiben zunächst offen; Abnahmekriterien werden gesondert festgelegt.
Erfahrungen bewahren
Ein getrennter Lauf gewinnt dauerhafte Entscheidungen und Fallstricke aus dem Gespräch. Daraus entstehen prüfbare Wissenskandidaten mit Quellenbezug. Erst nach der Prüfung werden sie Teil des regulären Kontexts.
So wächst aus den Gesprächen eine nachvollziehbare Liste von Anforderungen. Die Analyse nutzt ein konfiguriertes Sprachmodell; den Anbieter bestimmt der Betreiber. Sie setzt die Arbeit nicht um und nimmt sie auch nicht ab.
Wo das Projekt steht
Ghosttree wird aktiv entwickelt und ist noch vor Version 1.0. CLI, Server und Integrationen sind bereits nutzbar; ein stabiles Release gibt es noch nicht, die Schnellstart-Anleitung baut es aus dem Quellcode. Schnittstellen und Speicherformat können sich zwischen Minor-Versionen noch ändern.
Ein Go-Binary. Eine SQLite-Datenbank. Integrationen für Claude Code, Codex und OpenCode. Gedacht für ein privates Netz oder einen passend eingerichteten Reverse Proxy.
Quellcode & EinrichtungCode ansehen. Bedingungen kennen.
Der Quellcode von Ghosttree ist einsehbar (source-available); die Nutzung regelt PolyForm Noncommercial 1.0.0. Persönliche und nichtkommerzielle Nutzung ist erlaubt. Der separate Micro Business Grant erlaubt qualifizierten kleinen Unternehmen den Einsatz für die eigene kommerzielle Arbeit.
Hosting für Dritte, die Einbindung in ein kommerzielles Angebot oder eine Nutzung außerhalb des Grants benötigen eine eigene Vereinbarung. Maßgeblich sind die vollständige Lizenz und der Grant.